Die Unterschiede, zwischen Alzheimer und Demenz

Unterschied Alzheimer und Demenz

Demenz ist der Oberbeqriff. Alzheimer ist eine spezielle Variante.
Der Nervenarzt Alois Alzheimer beschrieb erstmals 1906 Alzheimer als eigenständige Erkrankung.

Die Alzheimer-Krankheit ist eine fortschreitende, unheilbare Gehirnstörung mit unbekannter Ursache.
Zu den Symptomen dieser Erkrankung zählen Gedächtnisverlust, Verwirrtheit und Desorientierung. Dazu kommen Veränderungen des Wesens, ein beeinträchtigtes Urteilsvermögen und der Verlust der Sprachfähigkeit.
Bei der Erkrankung Alzheimer handelt es sich um Eiweißablagerungen, sog. Plaques im Gehirn, in deren unmittelbarer Nähe die Nervenzellen absterben. Folglich schrumpft das Gehirn. Es ist die häufigste Form der Demenz.
Es wird zwischen der sporadischen und erblichen Form unterschieden.

Unterschied Alzheimer und Demenz
 

Die Sporadische Alzheimer-Erkrankung: 

  • Betrifft ca. 99,5 Prozent aller Fälle
  • Meist spätes Erkrankungsalter, ab 65 Jahren
  • Alter ist der wichtigste Risikofaktor, geringer Einfluss genetischer Faktoren

Erbliche Alzheimer-Erkrankung:

  • Familiäre Alzheimer-Erkrankung: Betrifft nur ca. 1 Prozent aller Fälle
  • Frühes Erkrankungsalter (zwischen 30 und 60 Jahren)
  • Auslöser ist die Ursächliche Mutation in drei Genen: APP (Chromosom 21), Presenilin-1 (Chromosom 14) und Presenilin-2 (Chromosom 21) 
    Träger dieser veränderten Gene erkranken zu 100 Prozent.

Es gibt keine Behandlung, die die Alzheimer-Krankheit heilen könnte. Menschen, die heute an der Krankheit leiden, können nur auf Medikamente zurückgreifen, die die Symptome kontrollieren und/oder den Verlauf der Erkrankung verlangsamen.

Die Alzheimer Erkrankung unterteilt sich in 3 Stadien:

Frühes Stadium

lm Frühstadium der Alzheimer-Krankheit sind viele Patienten eher antriebsschwach, was aber meist kaum auffällt. Kleinere Gedächtnislücken
und Stimmungsschwankungen treten auf, die Lern- und Reaktionsfähigkeit nimmt ab. Die Erkrankten verschließen sich gegenüber Neuem und bevorzugen Gewohntes.

Das Sprechen und Denken verlangsamt sich.
Es kann passieren, dass Patienten mitten im Satz den "Faden verlieren", sich unterwegs nicht mehr zurechtfinden oder vergessen, Rechnungen zu begleichen. Dementsprechend beginnen die Symptome der Krankheit sich mehr und mehr auf die Arbeit und den Alltag auszuwirken.
Wenn sich die Betroffenen ihrer Defizite bewusst werden, können Depressionen, Reizbarkeit und Rastlosigkeit die Folge sein.

Mittleres Stadium

ln diesem Stadium wird die Krankheit offensichtlich. Eine selbstständige Lebensführung ist kaum noch möglich. Zunächst können Patienten Aufgaben noch alleine erfüllen, benötigen aber Hilfe bei der Bewältigung komplizierterer Dinge. Die Menschen in ihrer Umgebung müssen eindeutige Aufforderungen aussprechen und diese immer häufiger wiederholen.
Der Bewegungsdrang nimmt zu, Sprache und Auffassungsgabe werden immer langsamer, oft geben die Erkrankten einzelne Aussagen zahlreiche Male wieder und verlieren das Verständnis für Zeit und Raum.
Sie erkennen vertraute Gesichter zunehmend schlechter. Während ihnen die Erinnerung an Vergangenes noch lange bleibt, erinnern sie sich an die jüngsten Ereignisse immer weniger.

Spätes Stadium

lm letzten Stadium der Krankheit sind die Alzheimer-Patienten rund um die Uhr pflegebedürftig. Das Langzeitgedächtnis schwindet, das Sprachvermögen beschränkt sich auf wenige Worte, vertraute Personen werden nicht mehr erkannt. Das Kauen, Schlucken und Atmen fällt zunehmend schwerer, hinzukommen Harn- und Stuhlinkontinenz.
Aufgrund der mangelnden Abwehrfähigkeit ihres Immunsystems leiden Alzheimer-Patienten in diesem Stadium häufig an einer Lungenentzündung, an Infektionen oder anderen Krankheiten.
Dieses späte Stadium führt schließlich zum Tod.

Rund 15 Prozent aller Demenzen macht die vaskuläre Demenz aus. 
Aufgrund einer Störung der Blutversorgung im Gehirn entsteht die vaskuläre Demenz.
Ursache ist entweder ein gerissenes Blutgefäß (Hirnblutung) oder ein Blutgerinnsel (Hirninfarkt). ln beiden Fällen wird Hirngewebe, durch die vaskuläre Demenz, zerstört.

Neben dem plötzlichem Beginn oder sprunghaften Verschlechterungen sind für die vaskuläre Demenz neurologische Ausfallserscheinungen typisch.
Es kommen Halbseitenlähmungen, Gefühlsstörungen, Sehstörungen und Bewusstseinstrübungen vor.
Das Risiko, später eine Demenz vom vaskulären Typ zu erleiden, wird durch alle Faktoren erhöht, die zu Erkrankungen der Blutgefäße beitragen.
  

Abnorme Verdichtungen von Hirnzellen führen ebenfalls zu einer Demenz. Diese Form ist bekannt unter ,,Demenz mit LewyKörperchen".
lhre Symptome ähneln denen der Parkinson- und der Alzheimer-Krankheit. Die Ursache dieser Demenzform ist bislang unbekannt. Die Schätzungen, wie viele Menschen von der Demenz mit Lewy-Körperchen betroffen sind, unterscheiden sich stark.
Sie ist vermutlich die dritt häufigste Form.
Möglicherweise ist die sogenannte Demenz mit Lewy-Körperchen keine eigene Krankheit, sondern eine Verlaufsvariante der Parkinson-Demenz. Jedenfalls ähneln sich sowohl die Symptome als auch der Befund spezifischer Einschlusskörper in den Hirnzellen. Um die eine Krankheit von der anderen zu unterscheiden, hat man die 1 Jahres-Regel formuliert:

  • Treten die Parkinsontypischen Störungen der Bewegungssteuerung mehr als ein Jahr vor der Demenz auf, spricht man von einer Parkinson-Demenz.
  • Tritt die Demenz vor den Bewegungsstörungen, oder im ersten Jahr danach auf, spricht man von einer Demenz mit Lewy-Körperchen.

Die frontotemporale Demenz tritt etwas seltener auf als die Demenz mit Lewy-Körperchen. Bei ihr sind im Gehirn der Stirn- bzw. Schläfenlappen betroffen. Da diese Hirnregionen mit Verhaltenssteuerung und Gefühlserleben befasst sind, macht sich die frontotemporale Demenz durch frühzeitige Veränderungen der Persönlichkeitsstruktur bemerkbar.
Das Verhalten wird distanzlos. Hemmungen, die bisher den Umgang des Kranken mit Bezugspersonen geprägt haben, fallen weg. Der Kranke missachtet soziale und moralische Normen. Die Persönlichkeitsstruktur vergröbert sich. Kognitive Störungen, wie zum Beispiel Gedächtniseinbußen oder Denk- und Urteilsstörungen treten erst in zweiter Linie auf. Die frontotemporale Demenz entwickelt sich genau wie die Alzheimer-Krankheit, langsam und fortschreitend.
Zu den Symptomen und Begleiterscheinungen zählen u.a. Zappeln und Ruhelosigkeit, zwanghaftes Triebverhalten, lmpulsivität, nachlassende Körperpflege, langsamer Verlust der Sprache. Fast die Hälfte der Betroffenen haben einen Elternteil, einen Bruder oder eine Schwester, die an einer Form der Demenz leiden.

Sekundäre Demenz

Einige seltenere Demenzerkrankungen zählt man zu den sekundären Demenzen. Sie werden durch Depressionen, Medikamente,Alkoholsucht, Schilddrüsenerkrankungen oder eine Vitamin-Unterversorgung ausgelöst. lm Gegensatz zu Alzheimer und vielen anderen primären Demenzerkrankungen können sekundäre Demenzen mitunter geheilt werden, wenn die zugrunde liegende Erkrankung früh genug behandelt wird.
Der Unterschied zwischen primärer und sekundärer Demenz liegt darin, das die primäre Demenz ihren Ursprung im Gehirn hat.

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